Wer beerbt mich eigentlich mal? minderjährige Kinder

Zwei süße kleinen Kinder haben die jungen Eheleute. Das Einkommen ist gesichert, sie können sich ein Reihenhaus leisten, natürlich fast alles finanziert. Die Raten, Zinsen und Tilgung werden vom Konto abgebucht bis, ja bis der Alleinverdiener plötzlich stirbt.

Die junge Witwe steht recht bald vor der Frage, wie es mit der Finanzierung weitergehen soll. Es geht nicht weiter, das Haus muss verkauft werden. Bald findet sie einen Käufer, aber der schnelle Verkauf scheitert. Der vom Vater geerbte Teil des Hauses gehört zur Hälfte den minderjährigen Kindern. Um das aber für das Grundbuchamt formal richtig nachzuweisen, muss ein Erbschein beim Nachlassgericht beantragt werden. Zeit geht ins Land. Der Käufer wird ungeduldig.

Zwar werden die Kinder gesetzlich von der Mutter vertreten. Aber ein Grundstücksverkauf muss vom Vormundschaftsgericht genehmigt werden, wenn Minderjährige beteiligt sind, egal wie gering der Anteil auch ist. Dieses besteht auf einem teuren Wertgutachten. Nur so könne geprüft werden, ob der Verkauf wirklich im Interesse der Kinder liegt. Und wieder verstreicht Zeit.

Alle diese Schwierigkeiten hätten vermieden werden können, hätten die Eltern rechtzeitig ein Testament gemacht.